Was für Einsätze fährt die FF-Pöseldorf?

Gefahren werden hauptsächlich Einsätze der ersten Alarmfolge, d.h. wenn aus unserem Einsatzrevier ein Notruf bei der Feuerwehr eingeht, weil es aus der Nachbarwohnung nach Feuer riecht, werden wir zusammen mit der jeweiligen Berufsfeuerwehr alarmiert. In der Regel ist das die Berufsfeuerwehr Rotherbaum (F13). Durch unsere zentrale Lage arbeiten wir aber auch regelhaft mit weiteren Einheiten der Berufsfeuerwehr zusammen (F11-Innenstadt, F12-Altona, F15-Stellingen und F22-Berliner Tor). Je nach Lage der Einsatzstelle und des Objekts variieren die alarmierten Einheiten. Wird bei der Berufsfeuerwehr der Wachalarm ausgelöst, werden wir zur selben Zeit „über“ unsere Digitalen Meldeempfänger alarmiert.

Eine Auflistung der Einsatzzahlen diverser Freiwilliger Feuerwehren Hamburgs findet sich bei unseren Kameraden der FF Eimsbüttel

Brennt es nur, oder gibt es noch andere Einsätze?

Wir fahren fast alle Einsatzarten, zu denen auch die Berufsfeuerwehr alarmiert wird. Es kommt vor, dass wir eingesetzt werden, um durch Sturm umgefallene Bäume zu beseitigen oder Dächer zu sichern. Wir unterstützen bei Verkehrsunfällen und bei Unfällen mit U/S-Bahnen. Wir holen aber auch Katzen von Bäumen und helfen Tieren, die in Not geraten sind. Außerdem haben wir ein Boot auf der Alster liegen. Wenn ein Segler kentert oder eine Person in der Alster vermisst wird, werden wir alarmiert, um mit unseren Rettungsschwimmern bei der Rettung oder Bergung zu helfen.

Seid Ihr auch im Katastrophenschutz tätig?

Ja. Wir können in diesem Rahmen zu diversen Einsätzen gerufen werden, sei es zur Unterstützung der umliegenden Bundesländer bei Großschadenslagen oder in Hamburg selbst. In Hamburg und anderen an der Elbe liegenden Städten ist speziell die Sturmflutgefahr sehr groß. Für uns gab es schon einige Einsätze, wie z.B. Hochwasser-Einsätze in Dresden (2002), Lauenburg (2006), Amt Neuhaus (2013) und Waldbrände in der Lüneburger Heide (1975). Hinzu kommt die Sonderaufgabe „Dekontamination“, die unsere Wehr hat.

Die Alarmierung

87 Hamburger Freiwillige Feuerwehren mit etwa 2.600 Freiwilligen Feuerwehrleuten benötigen ein modernes und flexibles System für die Alarmierung. Vor dem Jahre 1978 erfolgte die Alarmierung über Telefonketten und Sirenen, seit 1978 werden die Einsatzkräfte über Funkmeldeempfänger unterschiedlichster Art alarmiert.

Heute werden digitale Meldeempfänger (DME) des Typs Swissphone BOSS eingesetzt. Dieses Gerät ist nicht einmal so groß wie eine Zigarettenschachtel und lässt sich daher, z.B. an einem Gürtel, problemlos mitführen. Da die Meldeempfänger wenig Strom verbrauchen, hält der Akku, voll aufgeladen, mehrere Wochen. Eine Alarmierung wird auf einem beleuchteten LCD-Display gut lesbar angezeigt.

Viele weitere Informationen zur Technik gibt es auch unter www.feuerwehr-hamburg.de nachzulesen.