Zu Jahresbeginn war es bloß einDSC02608e Idee: die Idee, an einem der diversen Feuerwehrläufe teilzunehmen. Mit insgesamt 9 Leuten in 4 Trupps traten wir am 31.07.2016 beim 4. KölnTurm Treppenlauf an.
Hier ging es mit uns steil bergauf: Es galt, 39 Stockwerke mit PSA (persönlicher Schutzausrüstung) und PA (Pressluftatmer) zu bezwingen. Seit einigen Wochen wurde für die Teilnahme fleißig trainiert. Im Geomatikum mit seinen 20 Stockwerken haben wir die idealen Trainingsbedingungen gefunden – eine kraftraubende persönliche Herausforderung für jeden Teilnehmer. Durchhalten, eigene Grenzen überwinden, das Team stärken – es ist einfach großartig, dass so viele von uns dabei sind!

Ein Anliegen aller Teilnehmer war es, im Rahmen des Trainings, Vorbereitungsläufe zu absolvieren. Dafür wurden gleich zwei sehr interessante Läufe gewählt. Beim ersten konnten wir uns darüber hinaus für einen guten Zweck stark machen.DSC03088 Am 3. Juli 2016 fand der 9. Benefizlauf „Laufend gegen Gewalt 2016“ statt, der ein deutliches öffentliches  Statement gegen die Gewalt an
Frauen und Kindern ist. Ganz klar, dass wir bei so einer Sache dabei sind! Insgesamt 350 Läuferinnen und Läufer bewältigten die Gesamtstrecke von 7,5 km um die Außenalster – acht davon stellte die Freiwillige Feuerwehr Pöseldorf. Bei recht angenehmen Temperaturen bahnten wir uns, mit der persönlichen Schutzausrüstung und dem Presslusftatmer am Rücken, den Weg um die Alster.

 

Nach knapp 58 Minuten hatten wir mit einem Zusatzgewicht von rund 25 kg das Ziel erreicht – eine wirklich anstrengende Demonstration gegen Gewalt. Aber: die Tortur hat sich gelohnt, denn die Begeisterung bei den Zuschauern war enorm. Wir wurden mit tosendem Applaus im Ziel begrüßt – ein tolles Gefühl!

Zieleinlauf

Die nächste Herausforderung bestanden wir beim SkylineRun am Energieberg Hamburg Georgswerder. Bei diesem Lauf am Sonntag, den 10.07.2016, nahmen sieben Mitglieder unserer Feuerwehr teil – natürlich gut gelaunt und hoch motiviert! Beides benötigten wir dringend, denn es war ein enorm kräftezehrender Lauf bei drückenden Temperaturen, zudem noch mit angeschlossener Maske am Pressluftatmer.

DSC03321Insgesamt 40 Höhenmeter mussten bezwungen werden. Gelaufen wurde auf befestigten und barrierefreien Wegen um und auf dem Energieberg Georgswerder. Der 3 km lange Lauf wurde von unserer Gruppe nach nur knapp 17 Minuten beendet. Insgesamt fanden alle teilnehmenden Feuerwehren Respekt und eine hohe Anerkennung beim Publikum.

 

Am 31.07.2016 war es dann schließlich soweit, wir begaben uns um 4 Uhr morgens auf den Weg nach Köln. Der Anblick des Turms, der vor uns in den Himmel ragte, erfüllte uns alle mit Respekt. Wir konnten es kaum noch erwarten den Turm zu bezwingen. Mit insgesamt 120 Feuerwehrteams aus Köln und der weiteren Umgebung legten wir unsere PSA und Pressluftatmer an und begaben uns an den Start. Als unsere Startnummern aufgerufen wurden, ging es nach einem 50m Lauf ins Treppenhaus. 700 Stufen bzw. 39 Stockwerke waren jetzt unser einziges Ziel. Mit vollem Fokus auf jede Treppe ließen wir ein Stockwerk nach dem anderen hinter uns. Nach knappen 8-9 Minuten oben angekommen, brannte uns die Lunge. Unsere Teams erreichten überragende Platzierungen – 15., 19., 21. und 39. Das Training und der Zeitaufwand der letzten Wochen haben sich definitiv ausgezahlt.

Auf diesem Wege wollen wir nochmal allen Veranstaltern danken. Zum einen den Autonomen Frauenhäusern Hamburg, der BSG Leichtathletik der Feuerwehr und der Feuer- und Rettungswache Wilhelmsburg, sowie der Eventagentur Pulsschlag für den super organisierten KölnTurm Treppenlauf.

Darüber hinaus freuen wir uns insbesondere, dass uns der Bürgerverein vor dem Dammtor/Pöseldorf e.V. seine finanzielle Unterstützung zugesagt hat. Diese beinhaltet die Übernahme der Startgebühren aller Läufe und eine Zuwendung für die Fahrt nach Köln.
Bei der Teilnahme an den Läufen haben alle Feuerwehrleute einen eindrucksvollen öffentlichen Auftritt hingelegt. Die Anstrengung hat sich gelohnt, denn dadurch wurde das Bewusstsein der Bürger*innen für die Notwendigkeit und den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr ungemein gestärkt. Daher gilt für uns: Wir werden auch weiterhin auf dem Laufenden bleiben!